Mittwoch, 2. Mai 2007

Bye, bye Utila und welcome in Nicaragua

Um die lange Strecke von Utila nach Tegucicalpa zu bewaeltigen, hiess es wieder mal frueh - gaaaehhn um 5 Uhr - aufstehen. Auf der langen und welligen Bootsfahrt mit dem Katamaran ans Festland holte Pesche noch den verpassten Schlaf nach, waehrend andere Passagiere Fische fuetterten ;-) (Sarah war wohlauf!)! Mit einem Taxi liessen wir uns in La Ceiba ans Busterminal chauffieren und buchten unseren Sitzplatz nach Tegucigalpa. Mit feinen Baleadas (Mehltortilla mit Bohnenmatsch, Ruehrei und Kaese drin) staerkten wir uns fuer die naechsten 6.5 Stunden im Bus.


Die Fahrt fuehrte uns an riesengrosse Ananas- und Bananenplantagen, klaren Fluessen, wunderschoen gruenen Wiesen mit Kuehen und haerzigen Doerflis vorbei! Fortbewegungs- und Arbeitsmittel ist hier beim groessten Teil der Bevoelkerung wohl immer noch das Pferd. Wir sahen Pferdewagen auf der Hauptstrasse als Transportmittel, viele Bewohner, die Ihre Kuehe mit dem Pferd zur Weide trieben und welche, die zu Pferd am ernten waren.

Um essen und trinken muss man sich uebrigens in den Bussen keine Sorgen machen. Jedesmal wenn der Bus haelt, um jemanden ein- oder auszuladen, stuermen sofort unzaehlige Verkaeufer ins Fahrzeug und versuchen, ihre Ware loszuwerden. Vom Wasser im Plastiksaeckli ueber Mangos, Fruchtsalat bis zu Pan de Coco (Kokosbisquit) kann alles bequem vom Busfenster aus gekauft werden.

In Tegucigalpa - der Haupstadt Honduras - angekommen, fanden wir schon bald das gemuetlicheTabacco Road Inn mit einem ruhigen Innenhof und einer verrueckten kleinen Katze, welches uns in der doch eher unattraktiven Stadt etwas Gemuetlichkeit verschaffte. Z'nacht assen wir ein riesengrosses Churrasco-Steak, ich glaube ich habe in meinem ganzen Leben noch nie ein sooo grosses Stueck Fleisch gesehen.... Nach einem ganzen Tag Internetlen, shoppen und die Stadt auskundschaften, machten wir uns am Dienstag auf die Weiterreise nach Nicaragua.



Dank unserem rasenden Taxichauffeur, schafften wir es um 7.00 Uhr morgens in Tegucigalpa auf den Bus nach Choluteca. Dort wechselten wir, in Gesellschaft von einem Hollaender und einem Schweden, in einen Minibus und schaukelten zur Grenze. Leider war das Aussteigen nicht so leicht, denn wir mussten uns erst durch eine Horde Geldwechslern kaempfen, bei denen wir fuer einen miserablen Kurs die ersten Gordobas erstanden. Mit einem Velotaxi (Velo mit einem Chrutzli vornedran fuers Gepaeck und einem Baenkli) liessen wir uns zum Zoll chauffieren, wo uns pro Person 10 US Dollar abgeknoepft wurden - wieder mal war nicht sicher, ob dies wirklich der offizielle Tarif war.


Auf der nicaraguanischen Seite wollten wir gerne den Direktbus nach Leon nehmen, doch da der Fahrer schlief, fuhr der Bus anstatt um 13.30 um 15.00 Uhr ab. Welches nicht unbedingt zu unserer Stimmung beitrug. Denn zudem, dass es sengend heiss war, wurden auch noch stetig (Schmuggel-)waren ein-, und nach einem kurzen Warnanruf, wieder ausgeladen. Beim Grenzbusbahnhof handelte es sich uebrigens um einen von Barracken umringten Platz mit Pferden, Schweinen, Bettlern und Haendlern. Somit war wenigstens fuer ein Bisschen Unterhaltung gesorgt und da Sarah wieder mal 500 Lempiras im Portemonnaie vergessen hatte, konnten wir zu einem super Wechselkurs diesen Rest noch loswerden. Ja, das mit den Geldwechslern hat's in sich, man weiss nie, ob man jetzt alles wechseln soll, ob man einen besseren oder schlechteren Kurs als in den Cambios erhaelt und ob das Geld ueberhaupt echt ist. An der Grenze zu Honduras haetten wir alles Geld zu einem super Kurs wechseln sollen, hatten aber den Banknoten nicht getraut - um dann in Honduras unsere restlichen Quetzales loszuwerden brauchen wir 2.5 Stunden auf der Bank in Tegucigalpa.

Endlich gings los mit Tempo 10km/h, da die Strasse so tiefe Schlagloecher hatte. Doch spaeter besserten sich die Strassenverhaeltnisse und unser Fahrer holte aus dem alten Chicken Bus raus, was rauszuholen war. Die Landschaft war sehr trocken und von verdorrten Bueschen bewachsen, ab und zu konnte man in der Ferne eine Bergkette und einige Vulkane ausmachen.

Todmuede und durchgeschwitzt erreichten wir schliesslich Leon wo wir nach einem kurzen Nachtessen muede in die Federn fielen.

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