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Donnerstag, 4. Oktober 2007

Letzte Tage in Peru...

Endlich naeherten wir uns dem beruehmten Macchu Pichu. Nach einer langen und sehr kurvigen Nachtfahrt mit First-Class Plaetzen vorne an der Frontscheibe erreichten wir das bitterkalte Cuzco. Beim Zmorge konnten wir schon den atemberaubenden Blick ueber Cuzco geniessen - von der Dachterrasse unseres Hostals! Und schwupps stand der 15. September vor der Tuer - wir holten, noch nicht ganz ausgeschlafen, Pesches Mammi Julia vom Flughafen ab. Die ersten Tage genossen wir bei Greyerzerkaese, Schoggi und ganz vielen Tempo-Taschentuecher (ist eben doch noch Qualitaet) und liessen uns auf zwei Touren durch die umliegenden Ruinen schleusen...naja!Dann gings los - Wander und Bike-Tour zum Macchu Pichu!
Am ersten Tag besuchten wir die Ruinen von Moray, Amphitheateraehnliche Terrassen, welche zur Akklimatisation von (Dschungel)Pflanzen ans Hochland genutzt wurden. So wurde zum Beispiel die Cocapflanze, Mais, Getreide und Kartoffeln, durch jaehrliches anpflanzen auf einer Terrasse hoeher an die klimatischen Bedingungen auf 3500m angepasst. Danach ging's rasant abwaerts, eine holperige Downhillstrecke zu den Salzsalinen. Dort wird salzhaltiges Wasser so ueber verschiedene Terrassen geleitet, dass jede Familie (die ca. 4-5 Becken besitzen) jeden Monat eine beachtliche Menge Salz ernten kann. Die Salzernte wird natuerlich mit den uns wohlbekannten Grautieren (auch genannt Esel) durchgefuerht.

Nach einer kurzen Busfahrt auf den Pass Abra Malaga kurvten wir durch Kaelte und Nebel von 4350m auf ca. 1500m hinunter. Am Abend schmerzte uns wohl jeder Koerperteil... aber die Fahrt wahr wunderschoen. Auf dem Weg duch kleine Doerfer und atemberaubende Landschaft trafen wir auf sehr viele freundliche Einheimische und besonders die Kinder konnten gar nicht genug kriegen von den verrueckten Bikern!

Am naechsten Tag wanderten wir steil bergauf, durch Mandarinen-, Orangen-, Avocado-, Bananen- und Kaffeeplantagen. Natuerlich musste auf dem Weg auch kraeftig degustiert werden - mmmmh. Dafuer bezahlten wir den Besitzern beim Rast oft das dreifache fuer ein kuehles Wasser. Auf einem Teil des Inkawegs wurde es dann nervenkitzelig, der Weg ist nicht mal breit genug fuer ein Esel mit Last. Das heisst auf der einen Seite Felswand und auf der anderen steiler Abhang in die 500m tiefe Schlucht - wuuuh da wirds einem schon ein bisschen schummerig, vor allem wenn man bedenkt, dass die Inka diese Wege gerannt sind. Denn so funktionierte Ihr Nachrichtenuebermittlungssystem, alle 2 km war eine Raststation fuer die Laeufer, die 2 km rennend bewaeltigten, und die Nachricht dann auf der Raststation am naechsten Laeufer weitergaben. Nachmittags konnten wir zum ersten Mal den Fluss mit einer Art Holzkiste am Stahlseil ueberwinden - juhuuu!

Der dritte Tag war definitiv der harteste wir naeherten uns naehmlich Macchu Pichu von "hinten"! Auf den alten Eisenbahnschienen, eine ziemlich anstrengende Angelegenheit, weil die Holzbohlen in unregelmaessigen Abstaenden gelegt waren. Doch die dschungelaehnliche Landschaft war wunderbar - sooo viele Bluemli und Orchideen, die Sarah wieder foetelen musste...! Endlich voellig erschoepft erreichten wir das Klein-Leukerbad Aguas Calientes - Touris, Touris, Touris - aber ein wunderschoenes Hotelzimmer mit heissem Wasser (wenn die Gasflasche nicht leer gewesen waere).

Und dann endlich - um morgens um 4.30 bei Nieselregen nahmen wir die unzaehligen steilen Inkatreppenstufen in Angriff - und konnten dann den Sonnenaufgang (zwar nicht alleine wie alle behaupteten) ueber Macchu Pichu bewundern. Es herrschte eine schon fast mystische Stimmung, als die Nebelschwaden langsam den Sonnenstrahlen wichen und die ganze Anlage zur Sicht freigaben. In aller Ruhe genossen wir eine super Fuehrung durch die Ruinen und als die Touristenmassen eintrafen, watschelten Julia und Sarah zum Sonnentor - dem Aussichtspunkt. Ja und Peschu kraxelte ... nein nicht auf Wayna Pichu, sondern auf die Bergspitze Macchu Pichu - der Fotopunkt! Nach einem kniewackelnden Abstieg konnten wir uns in den gemuetlichen Zug setzen und ruckelten Richtung Ollantaytambo, wo uns eine kurze Busfahrt zurueck nach Cuzco brachte.

Nach einigen Tagen Erholen reisten wir gemuetlich durch indigene Doerfer und eine riesige Hochebenen mit Schneebergen im Zug nach Puno am Titicacasee. Dort fuhren wir noch einmal ganz touristisch zu den schwimmenden Inseln der Uros. Die Inseln sind aus Schilf gebaut und immer noch bewohnt - jedoch wohnen die Uros in Wellblechhaeusern hinter den traditionellen Touristenatrappen.

Nach fast 2 Monaten hiess es am naechsten Tag - Tschuess Peru

Dienstag, 11. September 2007

Nazca und Arequipa

Wir verabschiedeten uns von Huaraz und nahmen ne gemuetliche Nachtfahrt auf uns. Am Morgen frueh erreichten wir Lima, die Hauptstadt Perus. Dort wollten wir aber nicht bleiben.... wir wechselten den Bus und waren kurze Zeit spaeter unterwegs durch die anscheinen unendliche Sandwueste entlang der Kueste von Peru. In Pisco und Ica sahen wir durch die Busfenster hindurch die abartige Zerstoerung durch das gewaltige Erdbeben. Obschon es schon zwei Wochen her war, standen einige Personen immer noch vom Schock gezeichnet in den paar Haeufchen Ziegelsteine, die von ihrem Haus uebriggeblieben waren.

Wir erreichten Nazca am spaeten Nachmittag und kuemmerten uns natuerlich gleich um einen Flug ueber die beruehmten Linien in der Gegend, welchen Erich von Daeniken, ein Buch und natuerlich seine Theorien gewidmet hat. Und so fanden wir uns am naechsten Tag in aller Herrgottsfruehe in einem Fernsehraum wieder, wo uns ein Filmli ueber die Figuren in der Flachen Wueste gezeigt wurde; von der Entstehung vor ca. 2500 Jahren, ueber Tatsachen der damaligen Kultur bis zu den verschiedenen Theorien ueber das Wieso? Vom gescheiterten Mistery-Park war aber nicht die Rede....
Kurz spaeter sassen wir in einem schnuckeligen 4-Plaetzer und stiegen rumpelnd in den Himmel, um wahrend dem 8i-bahnmaessigen Flug die Figuren selbst zu bewundern und natuerlich zu foetelen, waehrend der Pilot und immer wieder helfen musste, die Figuren im Wirrwarr der anderen Linien zu finden.
Zum Glueck nahmen wir das Zmorge erst nach dem Flug zu uns...! Spaeter machten wir es uns in Nazca gemuetlich und schlenderten in den Strassen umher, bewunderten den Park mit der 2km hohen Sandduene im Hintergrund, assen fein und setzten uns dann schon wieder in einen Bus - die naechste Nachtfahrt stand an.

Hier in Peru sind die Fahrten in den Bussen wider Erwarten ganz gemuetlich... halbe Liegewagen mit TVs und sogar Food-service. Also kamen wir auch einigermassen erholt in Arequipa an. Dort suchten wir uns ein gemuetliches Hostel und gingen es vorerst mal ruhig an - wir hatten ja Zeit. Waehrend zwei Wochen lernten wir das Leben in der Stadt kennen. Wir besuchten das lebendige Marktviertel, sassen an der Sonne auf der gemuetlichen Plaza de Armas und entdeckten immer wieder versteckte Winkel und Ecken...! Es sind vor allem die kolonialen Gebaeude mit ihren gemuetlichen Innengaerten und all die immensen weissen Kirchen aus Vulkangestein, die der Stadt ihren Charm verleihen. Aus diesem Grund wird es einem in Arequipa nur schwerlich langweilig - dazu kommt, dass die Berge und der Vulkan Misti im Hintergrund ein herrliches Fotopanorama abgeben.

In einem ganzen "Block" ist das Monestario Santa Catalina untergebracht, ein Nonnenkloster. Heute beten die Nonnen nur noch in einem kleinen Teil der Struktur, der Rest ist der Oeffentlichkeit zugaenglich. So stolperten wir einen ganzen Tag in dem riesigen Komplex umher und fanden ueberall wieder neue Wandmalereien, Nischen mit alten Artefakten, Kuechen mit Steinbackoefen und gemuetliche Zimmer, wenn auch mit harten Nester.



Natuerlich besuchten wir auch das Museum Santury, welches den Mumien von ein paar vor 500 Jahren umgekommenen Maedchen gewidmet wurde. Diese 12-14jaehrigen Jungfrauen wurden damals geopfert, um die Vulkane in der Gegend zu besaenftigen. Da sie waehrend der ganzen Zeit im Eis eingeschlossen waren, sind sie noch in erstaunlich gutem Zustand. Die in den Graebern gefundenen Sachen geben Aufschluss darauf, wie die Leute in dieser Zeit gelebt haben.

Die Restis werden wohl vorwiegend von den Abgaengern der lokalen Kochschule (2 Tueren neben unserem Hostal) bekocht - die Stadt bietet einen kulinarischen Hoehepunkt. Und so wundert es sich auch nicht, dass wir unser Fett wieder ein Wenig abbauen wollten - wir buchten einen Trek in einen der tiefsten Canyons der Welt - den Colca Canyon. Waehrend vier Tagen tschumpelten wir durch diese eindrueckliche Landschaft den Eseli-Wegen entlang. Wir schliefen zum Teil auf Steinbetten, setzten uns auf Freiluft-WC's mit Talsicht und Einsicht und liessen uns von unserem super Guide Miguel ueber die Pflanzen der Gegend informieren. Was uns sehr beeindruckte war die Lebensweise der Einheimischen - die einmal pro Woche den 6stundigen Weg zum naechsen Dorf zuruecklegen muessen um Nahrungsmittel zu kaufen. Denn im Cañon werden neben Kaktuslaeusen (die aus denen Lippenstift hergestellt wird) noch ein bisschen Mais und Getreide angebaut, mehr nicht....! Wie man es sich vorstellen kann, ging es fast ausschliesslich bergauf oder -ab, und so ist es auch nicht verwunderlich, dass wir uns einen ziemlichen Muskelkater holten.

Der letzte Tag der Tour fuerhte uns ans Cruz del Condor, wo die riesigen Voegel in der Fruehe ihre Runden drehen. Eindruecklich! Auch die riesigen Horden von Kurzhoeseler-und-Fettraenzeler-Touris mit den grossen Kameras um den Hals auf den Eintagestouren beeindruckten uns, doch wir waren so auf der Schnauze, dass wir uns nicht einmal mehr aufregen konnten.

Nach zwei zusaetlichen Tagen Erholung in Arequipa reisten wir weiter, nach Cuzco.

Mittwoch, 22. August 2007

Huaraz und die Cordilleras Blancas

Das Bergsteigerdoerfli Huaraz (3090m) empfing uns mit einem Rudel von Touroperator, Taexeler, Hostelbesitzer und sonstige "Stuermisieche", jedoch ergriffen diese wegen Sarah's Morgenmuffellaune ziemliech schnell die Flucht.... .....nur einer nicht und der fuehrte uns zu einem offenen Cafe, wo wir ihn in die Wueste (jetzt schon eine Nachtfahrt entfernt) schickten und uns ein gutes Fruehstuck genehmigten. Nach Hostalbezug und Mittagsschlaf fragten wir uns bei Touroperators durch. Wir wollten naemlich die wunderschoenen Berge aus der Naehe sehen. Schon beim Zweiten konnten wir leider dem guenstigen Angebot nicht wiederstehen und buchten den Santa-Cruz Trek fuer die folgenden vier Tage. Somit hiess es die naechsten zwei Stunden organisieren - Essen, Wasserentkeimungstabletten kaufen, Waesche waschen, umpacken, Chappe u Haendsche organisiere...! Schlussendlich fielen wir muede ins Bett um um 4 Uhr wieder aufgeweckt zu werden - der Hostalbesitzer hatte wohl ne schlechte Droge erwischt - er kaempfte geschlagene 1.5 Stunden gegen getupfte Aliens (oder noch was abartigeres) und schlug 2 Scheiben und das halbe Mobiliar des Hostals kaputt... und brachte uns natuerlich um unseren Schlaf!

Dennoch stapften wir um 6.30 wohlgemut dem Tourbuero zu, wo wir unsere Mitwanderer kennenlernten - eine Familie aus Oesterreich. Mit dem vollgestopften Camionetta fuehren wir zum Ausgangsdoerfli in den Bergen. Dort gabs erst mal eine ziemliche Auseinandersetzung mit unserem verkaterten bzw. immer noch alkoholisierten Guide und den ortsansaessigen Abzockern - schlussendlich zahlten wir knurrend die 5 Extrasoles (Eintritt war schon 65 Soles = ca.25.-) und wanderten mehr oder weniger zufrieden los. Vier Stunden durch kleine Doerfli, entlang von Fluesschen, gepflegten Gaertli, schwarzen Saeuli und "Taefeli"-bettelnden Kindern... Schon kurz vor dem ersten Camp konnten wir einen wunderschoenen Schneeberg bewundern.

Das Camp lag auf 3800m neben einem kleinen Fluesschen und nach Mate de Coca (Kokatee), Suppe und Huehnchen mit Reis fielen wir muede in unsere Schlafsaecke.





Der naechste Tag begruesste uns mit nebligem Wetter, dennoch war der anstrengende Aufstieg zum Pass (4720m) sehr eindruecklich. Oben wurden wir erst mal mit einem Schneeschauer begruesst, danach konnten wir jedoch die wundschoene Aussicht auf 2 tuerkisblaue Bergseen und die umliegenden Gletscher geniessen.

Das zweite Camp lag auf 4200m und verursachte bei Sarah etwas Atemlosigkeit und bei beiden leichte Kopfschmerzen. Trotz der Kaelte war das Aufstehen, mit Aussicht auf den Gletscher, die Spitze des Alpamayo und das Tal wunderschoen.

An diesem dritten Tag, konnten wir endlich den Alpamayo oder "der schoenste Berg der Welt" (wahrscheinlich von einem Matterhorn-Unkennenden so benannt) bestauenen. Fuer uns hatte es noch mindestens 5 genausowunderschoene Gipfel mehr... aber naja! Der anschliessende Aufstieg zur tuerkisblauen Lagune mit Gletscher war buchstaeblich atemraubend! Doch unsere Muehe wurde belohnt - wohl einer der schoensten Orte auf dieser Welt!
Danach stolperten wir nur noch hinab - nach 10 Stunden wandern, erreichten wir endlich das letzte Camp und liessen uns nochmals von unserem Guide wunderbar bekochen.

Der letzte Tag war weniger anstrengend - diesmal nur 4 Stunden abwaerts gehen! Staubig aber gluecklich kamen wir im Enddoerfli an wo schon ein Minivan auf uns wartete. Nur waren die ortsansaessigen Taxifahrer mit dieser Tatsache gar nicht zufrieden - dass wir einen privaten Minivan benutzen werden. Das Gepaeck war schon auf dem Dach festgezurrt, als sie uns erklaerten, dass wir nicht mit diesem Van wegfahren koennten, sondern Ihre Taxis benutzen mussten. Sie stellten uns eins Ihrer Taxis mitten auf den Weg.

Kurzerhand setzte sich der Oesterreicher ins Taxi und liess es davonrollen. Die verdutzt dastehenden Taexeler konnten gar nicht reagieren, ehe wir sie nur noch durch die Rueckscheibe unseres fortfahrenden Minivans beobachten konnten. Ein paar Stunden spaeter erreichten wir Huaraz und suchten uns ein anderes Hospedaje, um uns von den Naechten auf den duennen Matten zu erholen.

Die folgenden Tage in Huaraz verbrachten wir vor allem im Internet und der Weiterreise organisieren. Denn wegen des Erdbebens mussten wir ein Teil unserer Reise (Islas Ballestas und Huachachina) auslassen, da die Staedte Pisco und Ica bekanntlichwerweise komplett zerstoert sind. Ausserdem mussten wir herausfinden, ob die einzige Verkehrsachse nach Sueden - die Panamericana - befahrbar ist....!

Fuer Donnerstag buchten wir (ganz bequem und billig) eine Tour zu den Ruinen von Chavin. Leider erwischten wir jedoch einen moechtegern Universitaetsprofessor der Aerchologie mit feuchter Aussprache als Guide.... ! Er hoerte sich gerne reden. Nicht, dass er soviel zu erzaehlen hatte, nein, er wiederholte jeden Satz zwei, drei oder halt auch fuenf mal, erwartete absolute Ruhe und erzaehlte mit geschlossenen Augen, damit er den Geist vom andern Planeten einfangen konnte...! Tja, erst amusant, aber nach der ersten halben Stunde sehr, sehr muehsam! Aah, aber wenigstens hatten wir was zum gucken, denn unsere Gruppe war auch nicht ohne und haette wahrscheinlich einen Wettbewerb im "Stundenlang-uninteressantes-filmen" wie Ghuederchuebel und "1000 Fotos-mit-gleichen-personen-knipsen" gewonnen. Zu allem Unglueck hatten wir dann zu wenig Zeit bei den wirklich interessanten Gaengen in der Ruine drin.... schade! Aber wenigstens sahen wir eine wunderschoene Landschaft, Kohleminen und ein gemuetliches kleines Doerfli.

Dienstag, 21. August 2007

Die Sandwueste von Peru

Die Fahrt von Loja zur Grenze von Peru zeigte uns nochmals die Schoenheit der ecuadorianischen Berge. Der Grenzuebergang war wieder mal typisch - eine Bruecke ueber den Fluss, die natuerlich zu Fuss ueberquert wird. Vor der Bruecke den Ausreisestempel holen und nach der Bruecke Zettel ausfuellen der eh nicht angeschaut wird und Einreisestempel in den Pass geklepft bekommen.


Dann ueberraschte uns Peru mit Wueste - ja richtig trockene Sandwueste durchsetzt mit ein paar Bueschen und Lehmhuetten ohne Dach... wir konnten's fast nicht glauben! Nach 10 Stunden erreichten wir endlich das lebendige und haessliche Staedtchen Piura. Wir kaempften uns todmuede durch 100e von Tuk-tuks und hupende Taxis in eine ruhige Strasse zu einem teuren Hotel.
Am Abend konnten wir uns dennoch zu einem Spaziergang ins Zentrum aufraffen, wo wir doch noch einen huebschen Platz fanden, doch leider fast nichts zu essen - wenn einem so wie uns, Poulet und Pommes langsam auf den Geist geht....!

Am naechsten Mittag setzten wir uns schon wieder in einen, diesmal Luxusbus mit A/C... und fuhren wieder die naechsten langen Stunden durch die Wueste! Sand, Sand, Sand, Felsen, Huetten, Sand, Duenen....! Wir bekamen schon auf dieser Strecke sehr eindruecklich zu spueren und sehen wie arm Peru ist.


Endlich in Trujillo angekommen liessen wir uns von einem Taxifahrer ueberreden, uns ins Strandoertchen Huanchaco zu fahren, wo er uns dann in einem wunderschoenen Hostal absetzte. Dort liessen wirs uns fuer die naechsten 5 Tage einfach mal nur gutgehen - gut, nebenbei musste Sarah wieder mal gegen einen Durchfall kaempfen! Wir verbrachten die eher kalten, bedeckten Tage mit lesen, fein essen und den Fischern auf Ihren lustigen Booten zugucken.


Und doch mussten wir uns mal vom Paradis verabschieden - nach einer Besichtigungstour der Ruinen von Chan-Chan, einem feinen Essen im Hostal inklusive Erdbeben (zu Eurer Beruhigung, wir empfanden das Beben nur als schwaches Schwanken waehrend dem Spaghetti-Essen) schnappten wir den Luxus-Ledersessel-Boardservice Nachtbus nach Huaraz.