Sonntag, 24. Juni 2007

Tortugero Nationalpark und Cahuita

Fuer uns ging die Reise weiter in den Tortugero-Nationalpark - ueber San-Jose erreichten wir am spaeteren Nachmittag das kleine Doerfli Cariari! Kein Tourist weit und breit - und wir dachten der Tortugero sei so beruehmt! Nach kurzer Warterei dirigierte man uns in einen ueberfuellten Wackelbus und wir holperten damit stundenlang duch Bananenplantagen. Die Frage war wieder einmal: ist das wohl der richtige Bus? Die Strasse wurde immer schmaler, die Passagiere immer weniger... doch schlussendlich winkte uns der Fahrer raus und wir wurden am Ufer in ein kleines Boot dirigiert. Mit Vollgas steuerte der "Bootlima" das kleine Holzboot durch den Treibholzuebersaehten und zum Teil untiefen Fluss. Viele Male dachten wir, "jetz laengts de nid" aber irgendwie ging's immer! Beunruhigend war zudem, dass auf den Sandbaenken am Ufer diverse Krokodile am suennelen waren - also kentern wollte ich auf diesem Fluss lieber nicht!
Die Sonne stand schon tief, als der kleine Fluss in einen groesseren muendete! Die Zeit war wohl perfekt fuer die Beobachtung von Affen - diese turnten froehlich durch die Baeume am Ufer und zogen eine Riesenshow ab mit waghalsigen jumps! Endlich... nach 4 wunderschoenen Stunden im Jungel kamen wir im kleinen Doerfli Tortugero an - und fanden ein Zimmer mit Meerblick!!! Der naechste Tag machte uns jedoch ziemlich zu schaffen - oder besser gesagt die Affenhitze...! Erst am spaeteren Nachmittag konnten wir uns zu einer Tour im Nationalpark aufraffen - dank dem "ein Auge zudruecken" vom sonst strikten Waerter am Eingang konnten wir nur mit Wanderschuhen, statt Gummistiefel eintreten. Tja, der Park kann wohl schon recht sumpfig sein wenn's regnet, aber zurzeit war er "furztroche"! Wir sichteten wieder mehrer Gruppen von Affen, ein grosser Falkenaehnlicher Vogel und viele spezielle Pflanzen. Um uns von dieser schweisstreibenden Taetigkeit zu erholen goennten wir uns einen riesigen Mango-Dahikiri waehrend dem wunderschoenen Sonnenuntergang ueber dem Urwald...! Wow!

Am naechsten Tag schrillte der Wecker um 5 Uhr und knapp danach mussten wir unsere Muskeln warmpaddeln, denn wir streiften mit einem Guide und einen kleinen Kanu durch den Busch! Schon nach kurzer Zeit konnten wir das langersehnte Faultier sehen. Es streckte uns zwar nur das Hinterteil entgegen und schnarchte tief und fest .. aber es war ein Faultier!!! Wir sahen eine unmenge verschiedener Voegel, sogar Eisvoegel, Affen (3 Sorten), kleine Kaimane, Schmetterlinge, Krappen, ein gruenroter Heuguemper der nach einem Sprung von Sarahs Hose ins Wasser von einem Fisch verspiesen wurde und sogar ein Fischotter! Diesmal hatten wir wirklich einen super Guide erwischt! Den Rest des Tages mussten wir die konzentrierten Erlebnisse verarbeiten und Pesches (=Hauptruderer) Muskelkater pflegen. Eigentlich wollten wir ja weiterreisen, aber am naechsten Morgen zog ein heftiges Gewitter ueber das Doerfli, somit verbrachten wir nochmal einen faulen Tag mit fein zmoergelen, Meer beobachten und lesen!



Wir reisten anderntags mit dem Ziel Puerto Limon aus diesem wunderschoenen Gebiet ab. Also vorerst bestaunten wir vom fahrenden Boot aus noch 4 Stunden den Urwald und das immense Gewirr von Kanaelen - der Nationalpark wird wohl aus diesem Grund auch Mini-Amazonas genannt. Nach einem kurzen Stop in Puerto Limon (groesster Karibikhafen von Costa Rica) erreichten wir das haerzige Cahuita und fanden ein wunderschoenes Zimmer mit grossem Balkon zum Meer!




Eigentlich wollten wir am nachsten Tag in den Nationalpark, aber oha laetz nach dem zmoergelen faengt es in Stroemen an zu regnen und hoert erst am Nachmittag wieder auf - darum genehmigen wir uns abermals einen ruhigen Tag. Der Nationalpark - Schuenitag erfolgt am naechsten Tag...! Schon bald entdeckten wir zwei Spechte am Hoehle ausmisten, diverse kuriose Krabben und eine Schildkroete am suennelen! Als Peschu mich (Sarah) mit einem Stock necken will - sage ich ganz cool "auf dem Ast ueber dir hockt ein Affe" - natuerlich glaubte man mir wieder mal nicht...! War aber so, dieses freche Stueck hockte auf einem Ast und mampfte Guetzi! Weiter ging's durch den Jungel immer in Richtung des Gebruells der Howler Monkeys, wir fanden diese auch tatsaechlich, doch auf dem Weg dorthin verfolgten uns die Muecken so arg, dass wir nicht stehenbleiben konnten. Auf dem Rueckweg erholten wir uns an einem schoenen Strandabschnitt von der langen Wanderung ( ja ja) und zeigten unseren aengstlichen Strandnachbarn wie man trotz hoher Wellen baden kann...!

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