Freitag, 26. Oktober 2007

Von La Paz aus an die Grenze

Die naechsten paar Tage blieben wir in La Paz und ruhten uns mehrheitlich aus, abgesehen von ein paar Spaziergaengen durch die eindrueckliche Stadt. Ueberall an den steilsten Fellswaenden klebten noch Haeuser, was vor alllem auch in der Nacht durch die unzaehligen Lichter beeindruckte.

Von der Grossstadt aus, setzten wir uns in den Nachtbus weiter in den Sueden. Trotz der funktionierenden Heizung konnte aber von einer gemuetlichen Fahrt nicht die Rede sein - weit entfernt: die letzten paar Stunden holperten wir ueber eine Piste, die wohl besser mit einem 4-WD Jeep befahren wuerde als mit einem Bus ohne Stossdaempfer, und waren froh, als wir endlich Uyuni erreicht hatten.

In Uyuni trafen wir uns erneut mit Mirjam. Diesmal hatte sie ihre Mutter in Begleitung - denn Pesches war ja inzwischen abgereist. Fuer unsere letzten Tage Bolivien buchten eine Tour durch die beruehmte Salar de Uyuni und starteten am naechsten Tag mit unserem Fahrer/Guide/Koch Marcello die Motoren. In einem gemuetlichen Jeep mit A/C und gut funktionierenden Stossdaempfern besuchten wir zuerst den Zugfriedhof gleich ausserhalb des Ortes. Ein naechster Stop zeigte uns die Salzgewinnung am Rande des groessten Salzsees der Welt, der Salar de Uyuni. Natuerlich war es damit noch nicht gemacht, wir fuhren fuer ein paar Stunden durch die eindrueckliche, weisse Wueste, besuchten ein Salzhotel und anschliessend eine wunderschoene Insel mit viel Kakteen, wo wir ein erstes Essen genossen. Gut war es, aber vielleicht auch der Grund, warum unsere Verdauung in den naechsten paar Tagen entgegen unseren Willen spielte.
Wir ritten noch etliche Kilometer weiter ueber die Kristalle, bis wir in am Abend am Rande der Salar in einer Behausung unsere Schlafsaecke ausbreiten konnten.

Am naechsten Tag fuhren wir an einem aktiven Vulkan vorbei, den wir aus der Ferne bewunderten und machten dann etliche Stops an verschiedenen Lagunen. Diese waren durch das mineralhaltige Wasser mit den verschiedensten Farben gespickt und die haufenweise vorhandenen rosa Flamingos vervollstaendigten das Farbenbild.

Der letzte Tag fuehrte uns frueh aus den Federn (naja, bei einem Steinbett kann ja nicht wirklich von Federn die Rede sein), so dass wir uns an den Arsch froren und bei Sonnenaufgang vor Ort waren - inmitten eines Geysirfeldes. Umwerfende Blubberloecher spien Dampfschwaden in die Luft, und umwerfend auch der Gestank dabei.
Ein weiterer Stop machten wir bei einem gruenen See mit Vulkan im Hintergrund, bevor es dann zur Grenze ging. Dort verabschiedeten wir uns von den anderen und setzten uns in einen Bus (sogar mit A/C) mit dem wir 2000 Hoehenmeter nach Chile hinunterbrausten. Mal sehen, was uns dort fuer Abenteuer
warten!

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