Donnerstag, 15. November 2007

Auf nach Argentinien

Und wie es weiter ging... mit einer Familie mit 3 Kindern und Hund auf den Nachbarsitzen fuhren wir die naechsten 20 Stunden durch die Anden...und dachten mit Wehmut an die ruhigen aber stinkenden bolivianischen Muetis zurueck! Endlich konnten wir aussteigen - nur leider am falschen Ort, wie wir zu spaet merkten. Wir waren in Jujuy gelandet.... hi hi! Dennoch schafften wir's am naechsten Tag nach Salta und quartierten uns in einem faegigen Hostal ein - Party bis spaet nachts inklusive! Dementsprechend machten wir nicht viel in Salta, Kaffee trinken an der Plaza, shoppen in der Fussgaengerzone, mit der Gondelbahn (Schweizer Qualitaet) auf den Haushuegel fahren und Aussicht bewundern und endlich mal die stinkigen Kleider waschen!

Dann ging's weiter nach Cafayate - dank der Schweizerin Irene, die wir auf dem Bus kennenlernen, fanden wir ein wunderschoenes Hostal! Beim Barbecue am ersten Abend lernen wir auch gleich super Leute kennen und die naechsten Tage wurden trotz nichtstun wegen der Hitze supergemuetlich und natuerlich Weinselig - denn in Cafayate wird einer der fuer unseren Geschmack, besten Weissweine gekeltert - der Torrontes! Ein Tag verbrachten wir mit Walther, dem Besitzer des Hostals, in der Quebrada de Cafayate - ein Tal mit unglaublich farbigen und imposanten Felsformationen!

Nach Cafayate begann unsere Pechstraene in den verschlafenen argentinischen Doerfern - in Amaicha del Valle wolletn wir eigentlich eine vielfach empfohlene Tour zu den Ruinas de Quilmes machen, aber der lokale Tourorganisator war auf unbestimmte Zeit nach Tucuman gefahren... super! Wir entschieden uns dann fuer das lokale Museum, was ein Gluecktreffer war. Das von einem Kuenstler gestaltete Areal lieferte unglaublich interessante Informationen und das in einem kuenstlerisch gestalteten Areal.

Nach einmal uebernachten im einzigen anstaendigen Hostal, im einzigen Restaurant des Ortes essen, den einzigen Taxifahrer kennenlernen und die redseligsten Einwohner beim Namen nennen koennen, gaben wir auf und fuhren nach Tafi del Valle! Wunderbar - zu unserer Begruessung startete ein Gewitter mit Regen, der auch am naechsten Morgen noch anhielt! Darum fuhren wir auch gleich weiter nach Tucuman und von dort aus nach La Rioja. Da wollten wir eine Tour in die Nationalparks organisieren. Wir schafften es diesmal, einen Guide aufzutreiben - aber der Preis von 200 Dollar pro Person fuer einen Tag war uns doch dann ein bisschen zu hoch... Schade! Sofort organisierten wir Bustickets nach Mendoza und erwachten dort ausgeschlafen im Bus.

Auf Anhieb gefiel uns Mendoza mit der gemuetlichen Fussgaengerzone, der schoenen Innenstadt mit vielen Laeden, die zum Kleider ersetzen einluden - und natuerlich den umliegenden Bodegas (Weingueter). An einem Tag mieteten wir Velos und strampelten von Bodega zu Bodega zum degustieren... ! Ausserdem organisierten wir den ultimativen Outdoor-Tag, das heisst am Morgen schwangen wir uns aufs Pferd (fuer uns beide das erste Mal) und nachmittags ging's ins Boot zum River-Raften! Einfach schade, dass wir die Kamera wegen des Raftens nicht mitnehmen konnten - die Fotos waeren zum krummlachen - Peschu auf dem Pferd einen Cowboy nachahmend und ich mit gelben Gummistiefeln und Bikini im Raft....!
Von Mendoza ging es dann wieder gegen Osten zu, einmal mehr ueber die Anden, um auf der anderen Seite nach Chile zu kommen.

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