Nun ging's los - oder eben auch nicht! Der Bus nach Chaiten kam eine Stunde zu spaet und war
erst noch kein Minibus, sondern ein alter 42-plaetzer - auch gut, wir 6 Passagiere hatten auf jeden Fall kein Gerangel um
Fensterplaetze! Durch hohe Berge mit ueberhaengenden Gletscher, entlang von wilden Fluessen, durch dichten Urwald, vorbei an einsamen Farmen und tiefblauen Seen mit Fischzuchten.... wow eine unbeschreiblich wilde und schoene Landschaft! Und dank der schlechten Kiesstrasse bestand nicht mal die Gefahr, einzuschlafen!! Nach 11 Stunden Fahrt erreichten wir Chaiten, wo wir uns im gemuetlichen Casa Hexagon einquartierten und vor Mitternacht gerade noch eine Pizza im Dorf ergattern konnten.
Mit den Faehrentickets nach Quellon (Insel-Chiloe) in der Hand und einem duzend Bananen (war
das einzige, das man morgens um 8.30 in einem verschlafenen Doerfli auftreiben konnte) stapften wir am naechsten Morgen dem Anlegepier zu. Diesmal heulten die Motoren puenktlich auf und wir liessen uns die kalte, nieslige Seeluft um die Nasen wehen. Wir sahen sogar Magellan-Pinguine, Pelikane, Robben und natuerlich unzaehlige Seevoegel! In Quellon konnten wir endlich unsere knurrenden
Maegen stopfen und uns mit dem Bus nach Castro chauffieren lassen! Wunderbar, natuerlich musste Sarah sofort die beruehmten farbigen Haeuser (Palafitos) bewundern und auf dem Kamerachip von Pesche, unserem Kirchenfan, durfte die Holzkirche ja sicher nicht fehlen. Diese war aber tatsaechlich eindruecklich, da wirklich die ganze Kirche aus Holz besteht...! Danach besuchten wir die strickenden Muetis auf dem Weihnachtsmarkt und liessen uns spaeter ein saftiges Steak servieren!
Schon wieder weiterreisen - und zwar durch eine blumenuebersaete Farmlandschaft nach Puerto Montt! Tja, Puerto Montt ist sehr gegensaetzlich: Trottoirs mit Beinbruchgefahr, farbige, lebendige und nicht ganz legale Strassenmaerkte, viele Alkis, die den Tag schnarchend auf dem Trottoir verbrachten und alte Rosthaufenbusse, aber natuerlich auch Luxushotels, riesige Malls und Kreuzfahrtschiffe. Nach zwei Tagen Internettlen, Curry-Paste suchen (fuer Bariloche) und herumschlenden, konnten wir uns endlich in den Bus nach Argentinien setzen ... !
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