Natuerlich stand dann bald Weihnachten an. Ohne Tannenbaum, ohne Geschenke, ohne Lieder. Andere koennen sich das kaum vorstellen, aber so schlecht ist das auch wieder nicht! Auf das gute Menue verzichteten wir aber trotzdem nicht und kochten uns ein Festessen, natuerlich begleitet von einer feinen Flasche argentinischem Rotwein.
Irgendwann wurden dann aber die im Buch noch ungelesenen Seiten immer weniger und so
schnallten wir die Wanderschuhe um und kraxelten auf den Cerro Otto rauf, den Berg, an dessen Fusse sich unsere Wohnung befand. Bis wir uns aufmachten war es schon fast Mittag. Und wie die Latein-Amerikaner generell so sind, machen sie die Wege nicht zick-zack-foermig hinauf, sondern es geht mit der groesstmoeglichsten Steigung geradeaus den Berg hinauf. Kein Wunder hatten wir oben keine Geduld mehr fuer die muehsamen und riesigen Stechfliegen - Tod den Viechern! Wir genossen kurz die Aussicht und wanderten gleich weiter bis zum Piedra de Habsburgo, einem grossen Felsen, der die Sicht auf das ganze Tal
freigab. Zurueck auf dem hoechsten Punkt der Wanderung verstanken wir das mit Lackschuh-Touristen gefuellte Drehrestaurant und genossen ein Eis. Hinunter ging's dann der Gondelibahn entlang (was, gibt's auch noch? ja, aber diesem argentinischen Eigenbau trauten wir nicht!), noch steiler als vorher hinab, halb rutschend auf einem staubigen Buschpfad. Hei, kamen wir unten dreckig an!
Eine zweite Wanderung durch den Llao-Llao Park war weniger ab
enteuerlich, aber nicht weniger schoen. Wir spazierten durch Tunnel aus Bambusholz, kletterten auf Felsen und ueberschauten die Seen, ruhten uns in Wiesen voller Margheriten aus und schauten den Voegeln zu.
Tja, das wars schon mit unseren Aktivitaeten ueber die Festtage! Doch nun mussten wir unsere Weiterreise und Ankunft von Chrigu Jegge und Juerg Adamek vorbereiten - in diesem Fall ein Auto mieten! Nicht lachen, dies war ein gar nicht so einfaches Unterfangen - denn von 15 Autovermietungen hatte keine einzige ein freies Charrli. Wir schafftens trotzdem, obschon wir uns nicht vorstellen konnten wie man 4 grosse Rucksaecke, Food und 4 Personen in einen Renault Clio zwaengen kann....!!?
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