Samstag, 12. Januar 2008

Die Feiertage in der eigenen Wohnung

Wir freuten uns so richtig auf Bariloche, denn da gibt es nicht nur schoene Landschaft und warmes Wetter, sondern eine auf-uns-wartende Ferienwohnung. Aaah, mal wieder mehr als 2-Naechte im selben Bett schlafen!! Das Bungalow hatten wir mit einem etwas muehsahmen hin-und-her organisiert und wollten jetzt frohen Mutes einziehen. Doch auf der Webseite stand halt nicht, dass es vom See unten - wo wir aus dem Bus stiegen - bis zur Wohnung mehr als zwei Kilometer steil und staubig bergauf ging. Und so war unsere gute Laune auch dahin, als wir verschwitzt und dreckig mit unseren je 20kg bei der Wohnung ankamen.

Doch ne Dusche und die praktisch eingerichtete Wohnung brachte alles wieder ins Lot! Wir konnten endliche die hammermaessige Aussicht auf den See und die Andenkette geniessen und uns im nahen Supermarkt mit dem Noetigsten eindecken. Denn eines war klar, wir mussten uns endlich mal wieder richtig in der Kueche ausleben. Ja, wir haben sogar Gratins, Obstwaehen und Zuepfe gebacken!!!! Kein Wunder, konnten wir uns die ersten paar Tage kaum zu Ausfluegen ueberwinden und verbrachten die Tage in Ruhe mit sonnenbaden, spielen, kochen und lesen.
Natuerlich stand dann bald Weihnachten an. Ohne Tannenbaum, ohne Geschenke, ohne Lieder. Andere koennen sich das kaum vorstellen, aber so schlecht ist das auch wieder nicht! Auf das gute Menue verzichteten wir aber trotzdem nicht und kochten uns ein Festessen, natuerlich begleitet von einer feinen Flasche argentinischem Rotwein.
Irgendwann wurden dann aber die im Buch noch ungelesenen Seiten immer weniger und so schnallten wir die Wanderschuhe um und kraxelten auf den Cerro Otto rauf, den Berg, an dessen Fusse sich unsere Wohnung befand. Bis wir uns aufmachten war es schon fast Mittag. Und wie die Latein-Amerikaner generell so sind, machen sie die Wege nicht zick-zack-foermig hinauf, sondern es geht mit der groesstmoeglichsten Steigung geradeaus den Berg hinauf. Kein Wunder hatten wir oben keine Geduld mehr fuer die muehsamen und riesigen Stechfliegen - Tod den Viechern! Wir genossen kurz die Aussicht und wanderten gleich weiter bis zum Piedra de Habsburgo, einem grossen Felsen, der die Sicht auf das ganze Tal freigab. Zurueck auf dem hoechsten Punkt der Wanderung verstanken wir das mit Lackschuh-Touristen gefuellte Drehrestaurant und genossen ein Eis. Hinunter ging's dann der Gondelibahn entlang (was, gibt's auch noch? ja, aber diesem argentinischen Eigenbau trauten wir nicht!), noch steiler als vorher hinab, halb rutschend auf einem staubigen Buschpfad. Hei, kamen wir unten dreckig an!
Eine zweite Wanderung durch den Llao-Llao Park war weniger abenteuerlich, aber nicht weniger schoen. Wir spazierten durch Tunnel aus Bambusholz, kletterten auf Felsen und ueberschauten die Seen, ruhten uns in Wiesen voller Margheriten aus und schauten den Voegeln zu.

Den absoluten Hammer boten wir allerdings wohl am Silvester - alles schoen und gut! Der Champagner war kuehlgestellt, das Festessen schon verzehrt und mangels Festivitaeten im Doerfli machten wirs uns vor dem Fernseher bequem fuer die letzte Stunde 2007! Hatten wir gedacht... um 11 Uhr wurde ploetzlich geknallt (trotz Feurerwerkverbot) und wir schoben dies wieder mal auf die Argentinos-Locos. Um 12 Uhr knallten wir diesmal brav den Champagnerkorken ins nahe Waeldchen und wunderten uns, wiso alles soooo ruhig war - Tja warum? Die Argentinier stellten genau am 30. Dezember die Uhren auf Sommerzeit um..... wunderbare Idee! Somit waren wir halt eine Stunde zu spaet am "Cueplen".
Tja, das wars schon mit unseren Aktivitaeten ueber die Festtage! Doch nun mussten wir unsere Weiterreise und Ankunft von Chrigu Jegge und Juerg Adamek vorbereiten - in diesem Fall ein Auto mieten! Nicht lachen, dies war ein gar nicht so einfaches Unterfangen - denn von 15 Autovermietungen hatte keine einzige ein freies Charrli. Wir schafftens trotzdem, obschon wir uns nicht vorstellen konnten wie man 4 grosse Rucksaecke, Food und 4 Personen in einen Renault Clio zwaengen kann....!!?

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