Nach der letzten Nacht in Antigua lud uns ein Minivan auf und machte nach dem Schlottern in die Hauptstadt erst mal ne Stadtrundfahrt durch Guatemala City, denn die Mitreitenden mussten alle an einem anderen der vielzaehligen Busterminals ausgeladen werden. Als Letzte setzte uns der Fahrer in einem schaebigen Gebiet der Stadt ab und drueckte uns zwei Tickets in die Hand. Die Warterei ging los.... zuerst auf die Abfahrt des altertuemlichen Bus, dann auf der 7-stuendigen Fahrt in den Osten. Die Hitze war abartig, die Leute unfreundlich, die Gegend trocken und ein Unfall-Stau hielt uns auch noch fuer ne Stunde am selben Fleck. Doch das Schlimmste war unser Fahrer, der an jeder Ecke Leute auflud, bei jeder Gelegenheit durch den Bus bruellte, fuhr wie vom Affen gebissen und irgendwie sein eigenes Fahrkartenverkauf-System aufgebaut hatte - nicht wirklich beruhigend.
Beim Einnachte kamen wir in Rio Dulce an und liessen uns in einem hitzigen Bau mit Bett nieder. Jetzt mal auf ein Bier und nebenbei was habbern!

Trotz abartigem Durchfall (Sarah) und schlechter Laune (auch Sarah) e

rhoben wir uns aus unserem Gelaege und setzten uns in ein feines Restaurant (mit gutem WC, versteht sich) und liessen die Stunden vergehen. Bis am Nachmittag war alles fast wieder im Lot, und so wagten wir die Weiterreise - auf einem kleinen Boot den wunderschoenen Rio Dulce Fluss hinunter, vorbei an einem alten Schloss, teuren Villen mit noch teureren Yachten, Fischreihern, Kormoranen und Seerosen durch diese unglaublich schoene Landschaft. Nach zwei Stunden Schaukeln landeten wir in Livingston.
In Livingston weht ein anderer Wind. Die Eingebohrenen bilden ein Gemisch aus Ureinwohner, Latinos und Garifunas. Die letztgenannte Gruppe sind "Rastamen", welche von den Karibischen Inseln bei einem der kolonialen Kreuzzuege verjagt worden sind und dann in Guatemala landeten. Das Voelkergemisch fuerte zu einer unglaublich entspannten Atmosphaere in diesem Dorf und so machten wir auch nicht allzu viel - die meiste Zeit verbrachten wir in der Haengematte.

Auf einen Ausflug wagten wi uns dennoch und buchten eine Jungle-Tour, welche den ganzen Tag dauerte und uns durch die paar Eck-Pfeiler des Dorfes und anschl

iessend durch die Pflanzen- und Tierwelt des Jungels brachte, zuerst zu Fuss und dann in einem Kanu. Nach einer Mittags- und Badepause wanderten wir dem Strand entlang und dann ueber las siete altares, ein ueber 7 Terrassen fliessenden Bach hinauf. Der Bach war fast ausgetrocknet, doch die Pools waren voller Lebewesen und im obersten konnte sogar gebadet werden.
Am naechsten Tag reisten wir weiter nach Honduras.
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