Nach unseren faulen Tagen in Flores entschlossen wir uns, endlich weiterzureisen. Leider waren wegen der Semana Santa (Ostern) alle Busse ausgebucht und wir mussten unsere Weiterreise doch noch einen halben Tag verschieben - auf eine Nachtfahrt! Eigentlich wollten wir am Tag
fahren, um etwas vom Land zu sehen... aber fuer eine Nacht mehr in Flores koennen wir uns auch nicht ermutigen. Ausserdem bestaetigten uns alle Einheimischen, dass die Nachtfahrt sicherer sei als die durch den Tag, da Guatemala City um 7 Uhr morgens erreicht wird und nicht um 7 Uhr abends (wenns schon dunkel ist)! Unser Transport bis Antigua klappte hervorragend - in Guatemala City wurden wir trotz 3 Stunden Verspaetung nach kurzer Wartezeit in einen Minibus verladen und ins haerzige Antigua gefahren.
Am naechsten Tag mussten wir um 5 Uhr aus dem warmen Bett - denn die Hoehe rief. Nach ca. 2
Stunden Fahrt in einem Minivan wurde unser Grueppchen in einem Bergkaff ausgeladen. Von dort aus ging's zu Fuss weiter, bzw. die zwei fetten Amis wuchteten sich auf frisch gesattelte Pferde. Wir schnauften den Berg hinauf und genossen bei den paar Stops die
wunderschoene Aussicht auf umliegende Vulkane. Irgendeinmal hoerte die Vegetation auf, und wir kaempften uns ueber das schwarze, bruechige Gestein weiter gegen oben, bis wir ca 50m unter dem quillenden Lavastrom des Vulkanes Pacaya standen, einer der vier noch aktiven Vulkane in Guatemala. Der Untergrund gab ne gute Bodenheitzung ab, da schon ein halber Meter unter unseren Fuessen das Gestein noch gluehte, wie wir durch die Spalten hindurch mit mulmigem Gefuehl erkennen konnten. Schlussendlich waren wir froh, als wir wieder bekannten Untergrund unter den nun dampfenden Solen hatten.
Ein Tag darauf waren wir schon wieder unterwegs und fuhren 3h noerdlich nach Panajachel. D
ort hielt es uns aber nur eine Nacht, und am naechsten Morgen setzten wir uns in ein wackeliges Boetchen und liessen uns ueber den riesigen Lago Atitlan schaukeln - ein sich in einem schon lange erloschenen Krater gebildeten See. Auf der anderen Seite erwartete uns das sehr ruhige Doerfchen San Pedro. Ein paar Travelers sind wohl dort haengen geblieben und haben sich selbststaendig gemacht. Deshalb konnen wir die internationale Kueche geniessen und dann waehrend dem Schluerfen eines feinen Bodum-Kaffees ein Filmchen auf Grossleinwand anschauen. Durch den Tag hindurch gab es nicht viel zu tun, und so verbrachten wir die Zeit vor allem in unserer Haengematte.
Durch die hoegerige Vulkanlandschaft kurvten wir dann wieder nach Antigua zurueck, wo wir einen Zwischenstop einlegten, um dann in einem Tag via Guatemala City weiter nach Osten zu reisen.
1 Kommentar:
sieht ja aus wie der thunersee!
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