Dienstag, 3. Juli 2007

Panama

Leider hies es schon wieder Abschied nehmen von der Ruhe und den zum Teil recht durchgeknallten Rastamens von Cahuita. So schnappten wir uns einen Bus in Richtung Grenze zu Panama und wurden wie ueblich schon beim Aussteigen von den wohlbekannten Lierimaenner ueberrannt, welche uns assistieren wollten. Doch da wir schon ein paar mal ueben konnten, hatten sie leider kein Glueck mit uns. Wir holten uns schoen brav den Ausreisestempel und stolperten ueber die uralte Eisenbahnbruecke nach Panama - man konnte uebrigens zwischen den Schwellen in den 20m darunterliegenden Fluss gucken - nix fuer nicht Hoehenkranke Menschen! Auf der ander Seite leisteten wir uns einen Minibus (von innen sah man direkt aufs Hinterrad) zur Faehranlegestelle nach Bocas del Toro. Dort wollte doch tatsaechlich ein Typ, der die ganze Zeit in einem Radius von 20m um uns rum schwirrte und kein Wort mit uns wechselte, sein Trinkgeld - zzz. Schlussendlich setzte man uns in ein Motorboot uns los ging's, vollgas durch Mangroven und Seerosenteiche hinaus aufs offene Meer und durch den Regen nach Bocas! Auch dort mussten wir zuerst einige ueberhilfsbereite Jungs loswerden um, auf alleine auf Hotelsuche gehen zu koennen. Im gemuetlichen Hostel Hansi (der Kater der deutschen Besitzerin hiess wohl so) konnten wir die naechsten Tage richtig europaeischen Standart geniessen (Kueche, gute Betten und gerade geflieste Baeder und Zimmer)! Mehrheitlich faule Tage standen auf dem Programm, natuerlich auch weil viel Wasser vom Himmel runterprasselte. Meistens unterhielten wir uns mit kurzen Spaziergaengen, spielen oder Geschichten mit den anderen "Insassen" austauschen.

Doch an einem Tag konnten wir uns dennoch zu einer Bootstour aufraffen. Wir sahen Delfine, schnorkelten unfreiwillig mit Quallen (aua mein Hinerteil), kaempften gegen die Stroemung am Red Frog Beach (ja wir sahen sogar einen roten Frosch) und kamen schlussendlich mit verbrannten Nasen wieder zurueck!
Da das Doerfchen mit Kurzurlaubern aus den Staaten ueberhaeuft war, lies natuerlich das Partyleben kaum was zu wuenschen uebrig..... ausser dann am naechsten Tag.
Von der Insel kamen wir natuerlich wieder mit dem Boot fort - wieder eines mit nem Riesenmocken hinten am Bug. In einem groesser als Mini- und kleiner als normalen Bus ritten wir gegen Sueden, waehrend sich die Leute zwischen die Reihen zwaengen und den Koerperkontakt nicht scheuten. Danach fuhren wir landeinwaerts ueber die scheinbar unendlichen (jedenfalls mit diesem lahmen Bus) Berge inmitten des Tropenwaldes des Nationalparkes La Amistad. Nach kurvigen vier Stunden erreichten wir David.

Diese Stadt hat nicht viel zu bieten. Doch in nem Backpacker wartete Thomas Hoschi - ein WK-Kollege (von wem wohl?) - auf uns. Die Wiedersehensfreude war gross und feucht.... und die Gschichtli wurden aufgetischt - hat er doch gerade von 6 Wochen Suedamerika hinter sich. Und so nahmen wir neben anderen Sachen auch die Planung des unteren Kontinentes in Angriff.
In David hielt uns nicht viel. Wir hinterliessen unsere grossen Rucksaecke und machten uns leicht bepackt auf die Reise in die Berge. Schweizeraehnlich.... Kuehe am Grasen, Huegel wie im Gurnigelgebiet, kleine Gemuesepflanzungen und gruene Waldflaechen sowie kalte Temperaturen. Nicht erstaunlich, dass sich da auch ein paar Schweizer niedergelassen haben.
Da das letzte Kaff in dem Bergtal nicht viel zu bieten hat ausser nem Luxusresort, buchten wir dort Betten im Dorm und schuhten zum naechsten Ort fuer Einkaeufe. Dann hielten wir uns im Gemeinschaftsraum des Resorts am Kamin schoen warm und spielten Karten (Jassen waere wohl angesagt gewesen, doch zu dritt.....).

Das Wetter spielte mit, und so marschierten wir am naechsten Tag nach dem ueppigen Zmorge den Berg hinauf. Oben auf dem Bergkamm angekommen fing der Regen dann trotzdem an und zwingte uns zu einer Sandwichpause in einem Unterschlupf.
Die Bergneigung wendete sich dann zu unseren Gunsten und so konnten wir den Rest der Wanderung von einem zum andern Tal um den Vulkan Baru herum mehrheitlich hinunter schreiten. Die meiste Zeit saeumten die hohen Dschungelpflanzen unseren Weg, doch einige Male konnten wir die Aussicht ueber die Berge bis zum Meer geniessen. Nach langen sieben Stunden Fussmarsch hoppten wir schliesslich in einen vorbeifahrenden Bus, welcher uns nach Boquete brachte.
Unseren Plan, am naechsten Tag Canopy zu machen oder die lokalen Warmwasserquellen zu besuchen, konnten wir wegen Ausschlafen und schlechtem Wetter nicht umsetzen. und so fuhren wir gegen Abend wieder nach David, um dort einen Nachtbus nach Panama-City zu erwischen.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

das letzte foto sieht wirklich aus, wie auf einem wanderweg im oberwallis :)