Quer durch Patagonien
Die Fahrt durch die Seelandschaften und ueber schneebedeckte Paesse war eine der schoensten bislang... vor allem dann auch auf der argentinischen Seite im Lake-district. Der Bus lud uns in Bariloche ab, von wo aus wir gleich weiter wollten. Doch waren alle
Busse besetzt, so dass wir unsere Weiterreise auf den naechsten Abend verschieben mussten. Gar nicht so schlecht, wie sich spaeter herausstellte. Wir suchten uns im Zentrum von Bariloche ein Hostal und informierten uns dann, was es da so alles zu machen gibt.
Und so weckten wir am naechsten Tag wieder frueh und holperten in einem lokalen Bus dem See entlang und schlussendlich ueber einen Huegel bis nach Colonia Suiza. Nee, nee, so patriotisch sind wir nicht, dass diese schweizerische Niederlassung unser Ziel war. Wir wanderten der Strasse entlang und landeten bei einem Haeuschen, wo wir Instruktionen kriegten und dan
n ein Faehrtchen in den Wald machten. Mit Gstaeutli und Handschuhen ausgeruestet wurden wir an ein Seil gehaengt und dann ging's los, Schwerkraft => Adrenalin. Canopy, was wir in Costa Rica verpasst hatten, konnten wir jetzt noch nachholen.
Anschliessend wanderten wir den halben Weg nach Bariloche zurueck und liessen uns dort mit nem Seilbaehnli auf nen Berg transportieren, von wo aus wir die ganze Seelandschaft ueberblicken konnten.Dann schafften wir es doch noch in den Bus - AC ausgefallen und 40 Grad im Innern, zum davonfliessen - und doesten durch die Pampa bis zum Atlantik, nach
Puerto Madryn. Wir waren schon drauf und dran, ne Tour zu buchen, als ein Franzose sich an der Hostal-Reception fuer Mietautos interessierte. Wir schlossen uns sofort an und so waren wir am naechsten Tag in ner gemieteten Krutze unterwegs und fuhren mit David gegen Sueden. Nur Pampa.... hunderte von Kilometern. In Trelew versorgten wir uns mit Esswaren, dann wieder: Pampa. Schlussendlich erreichten wir dennoch Punta Tomba, der Ort der groessten Pinguin-Kolonie ausserhalb der Antarktis. Stundenlang spazierten wir durch die Nester der Tausenden von Pinguinen. Es war gerade Brutsaison, und so konnten wir den Paaren beim Brueten der Eier und fuettern der frisch Ausgeschluepften zusehen. Ab und zu watschelte wieder einer davon, um sich ins Meer zu stuerzen und mehr Futter zu bringen. Wir konnten uns erst losreissen, als uns Kaelte und Wind schon fast alle Glieder eingefrohren hatten.
Dann war doch noch ne Tour angesagt. Im gefuellten Touribus fuhren wir am naechsten Tag auf die Halbinsel Valdes und machten dort etlic
he Stops, um Guanakos, Maras (so ne Mischung aus Hund und Hase, ganz kooomisch), Seeelephanten, Pinguine, Nandus (oder eben die lokale Straussorte), etc. zu studieren und fotografieren. Aber der eigentliche Hoehepunkt kam am Schluss, als wir uns mit etlichen anderen Kamerabewaffneten in ein Boot zwaengten und in die Bucht fuhren. Nach ner Viertelstunde warten war es dann soweit - der erste Ruecken eines riesigen Buckelwales zeigte sich. Whoau... und dann sahen wir noch etliche mehr, die beruehmte Schwanzflossenfoto wurde gemacht, und einer zeigte sich mit seinem Jungen aus kurzer Distanz. Eindruecklich!!!!
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